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Frank Schauseils Geschöpfe stehen auf zwei, vier oder sechs Beinen, von der »Magda« und der »Kleinen Stehenden« über den »Nomaden« und »D.« bis hin zur »Buckelzirpe«. Auch wenn Tiere erkennbar sind, ist ihr Ausdruck menschlich; und wenn es sich um eine Collage aus industriellen Einzelstücken handelt, so hat sie ebenfalls menschliche Proportionen. Auch mit ihren technoiden Teilen, mit gänzlich unanatomischen Gliedern, in ihren Abwandlungen natürlichen Wuchses und selbst in der Abwendung vom menschlichen Antlitz bleiben sie auf die Körpererfahrung des Menschen bezogen.

Sie stehen, sie lauschen und senden, sie lassen sich anschauen. Sie sind. Befremdliche Wesen, die da beieinander stehen und jeweils eine eigene Binnenwelt um sich herum ausfalten. Immer sucht man nach den Augen als Organ der Kontaktaufnahme: Blicken sie, lassen sie sich erblicken? Erkennen sie uns und einander; sich selbst? Sind – von der Kenntnis menschlicher Körpersprache ausgehend – ihre Haltungen zu deuten als Mühe, Geduld, Warten? Worauf? Beschwert sie ihr Dasein in dieser Gestalt; und ist diese Gestalt ihre ursprüngliche? Oder sind es Wesen, die auf ihre Rückverwandlung warten? Wen gäbe es dann zu sehen? Sie wirken alt, doch nicht überlegen. Als Prototypen neuer Art wirken sie wie Kinder, doch nicht drollig. Sie gestikulieren nicht, doch weckt der Ausdruck ihrer Gliedmaßen und ihres Dastehens das Mitgefühl des Betrachters: Er fühlt mit Dingen aus Bronze, aus Holz, aus Beton und aus Gips.


FRANK SCHAUSEIL

IMPRESSUM | © BEI FRANK SCHAUSEIL | DRESDEN | ANNO DOMINI 2012

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